Jürgen Köster

MuTeNo

Musik, Texte und Noten

von Jürgen Köster

Mitten unter uns

Als ein Junge auf dem Sofakissen seinen Hund wieder gefunden hat,
nachdem er ihm ist ausgerissen, aufgeschreckt vom Lärm der Stadt.
Als schluchzend er ihn wieder fand zu fortgeschrittner Stund,
als er ihm gegenüber stan, der kleine Junge vor seinem Hund.
Da hat der Junge Gott gespürt, auch wenn er ihn nicht sah.
Denn ganz in seiner Nähe war Gott für ihn da.

Als die beiden, die sich heftig stritten, wutentbrannt nach Haus gegangen sind
und dann mit zaghaft kleinen Schritten, hilflos wie ein kleines Kind
sich wieder trafen schuldbewusst nach aufgewühlter Nacht.
Sie haben sich die Hand gereicht und ihre Liebe war neu entfacht.
Da haben beide Gott gespürt, auch wenn ihn niemand sah,
denn ganz in ihrer Nähe war Gott für sie da.

Nicht irgendwo dort oben, wo wir den Himmel seh'n,
nicht irgendwo dort draußen, wo tausend Sterne stehn,
nicht hinterm Rand des Universums wird Gott zu finden sein,
doch dort, wo uns're Herzen sind, lässt er uns nicht allein.
Wo wir hoffen, wo wir beten ist er gar nicht weit,
den mitten unter uns ist Gott zu jeder Zeit.
In jedem Schritt zur Umkehr, in jedem Verzicht auf Gewalt,
wenn Menschen miteinander reden, wo gestern noch dqas Faustrecht galt,
wo wir einander trösten, dort ist er für uns da,
wo Freudentränen fließen ist Gott uns wirklich nah.

Als nach einer Zeit voll Angst und Schrecken dann der schlimme Krieg zuende war,
wo einst an allen Straßenecken lauerte nur die Gefahr.
Als dann die Liebe doch gewann bei Mann und Frau und Kind.
Wenn jeder wieder lachen kann und alle Tränen getrocknet sind.
Da haben viele Gott gespürt, auch wenn ihn niemand sah,
denn ganz in ihrer Nähe war Gott für alle da.

Nicht irgendwo dort oben, wo wir den Himmel seh'n,
nicht irgendwo dort draußen, wo tausend Sterne stehn,
nicht hinterm Rand des Universums wird Gott zu finden sein,
doch dort, wo uns're Herzen sind, lässt er uns nicht allein.
Wo wir hoffen, wo wir beten ist er gar nicht weit,
den mitten unter uns ist Gott zu jeder Zeit.
In jedem Schritt zur Umkehr, in jedem Verzicht auf Gewalt,
wenn Menschen miteinander reden, wo gestern noch dqas Faustrecht galt,
wo wir einander trösten, dort ist er für uns da,
wo Freudentränen fließen ist Gott uns wirklich nah.

Die ganze Welt ist erfüllt von Gottes Geist,
keine Grenze dieser Welt trennt uns von ihm.
Wo immer wir in seinem Namen versammelt sind,
dort ist er mitten unter uns.

(Jürgen Köster)

 

 

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